Ratgeber · Dachstuhl
Dachstuhl-Arten: Sparrendach, Kehlbalkendach und Pfettendach
Wer ein Dach umbauen möchte, sollte zuerst verstehen, wie die vorhandene Konstruktion Lasten abträgt. Ähnlich aussehende Dachräume können statisch sehr unterschiedlich funktionieren.
Kurzantwort
Beim Sparrendach arbeiten gegenüberliegende Sparren zusammen. Das Kehlbalkendach ergänzt dieses Prinzip durch horizontale Bauteile. Beim Pfettendach lagern Sparren auf längs laufenden Pfetten, die ihre Lasten häufig über Stützen weitergeben.
Sparrendach
Gegenüberliegende Sparren wirken als zusammengehöriges Tragsystem. Die Konstruktion ist eng mit Dachneigung, Spannweite und ihren Auflagern verbunden.
Öffnungen oder Umbauten müssen dieses Tragprinzip berücksichtigen.
Kehlbalkendach
Zusätzliche horizontale Bauteile verbinden beziehungsweise unterstützen das Sparrensystem.
Bei einem späteren Ausbau können Kehlbalken den gewünschten Raum beeinflussen und dürfen nicht allein aus gestalterischen Gründen entfernt werden.
Pfettendach
Die Sparren lagern auf längs verlaufenden Pfetten. Diese geben ihre Lasten an Stützen, Wände oder andere Tragglieder weiter.
Gerade Stützen und Pfetten können den Grundriss eines Dachausbaus maßgeblich bestimmen.
Warum das bei einer Gaube wichtig ist
Eine Gaube unterbricht Teile der bestehenden Dachfläche und häufig auch Sparren.
Wie Lasten um die Öffnung geführt werden, hängt stark vom vorhandenen Tragwerkssystem ab.
Kein System ist pauschal besser
Die passende Konstruktion hängt von Gebäudegeometrie, Spannweiten, Nutzung und Dachform ab.
Im Bestand ist deshalb weniger die Frage wichtig, welches System theoretisch besser ist, sondern welches vorhanden ist und wie es sinnvoll verändert werden kann.
Was bedeutet das für Ihr Projekt?
Dachstuhl in München
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Quellen & Vertiefung
Original- und Fachquellen
Links zuletzt redaktionell geprüft: 24.09.2026.
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